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Grüne fordern Neuordnung des Schulsystems

BBB: Lehrer müssen Beamte sein!


"Lehrer vergeben Lebenschancen", so Rolf Habermann, Vorsitzender des Bayerischen Beamtenbundes (BBB). "Wir wollen gleiche Bildungschancen unabhängig vom Geldbeutel und der sozialen Herkunft. Das schuldet der Staat seinen Bürgern". Der in der Süddeutschen Zeitung von heute publizierten Forderung der Landtags-Grünen nach einer umfassenden Bildungsreform unter Abschaffung des Beamtenstatus für Lehrer erteilt der BBB eine klare Absage. "Ein solches Durcheinader auf dem Bildungsmarkt können wir nicht brauchen!"

 

 

 

Gefordert wurde - neben der Abkehr vom Beamtenstatus der Lehrer - alle Entscheidungen über Schularten, deren detailliertes Unterrichtsangebot und Abschlüsse den Gemeinden, Städten und Landkreisen sowie Lehrergremien, Eltern- und Schülervertretungen zu überlassen.

"Natürlich wehren wir uns dagegen. Auch im Interesse unserer Mitglieder", sagt Habermann, "Aber vor allem im Interesse der Bildung!", betont er.

Der Lehrerberuf erfordere neben strikter Unabhängigkeit besonderen Einsatz und starke Belastbarkeit. Gleichzeitig seien die Verdienst- und Aufstiegsmöglichkeiten - schon wegen der ständigen Engpässe der öffentlichen Haushalte - begrenzt. In der Privatwirtschaft führen derartige Verhältnisse über kurz oder lang zum Streik. "Ich wage mir die öffentliche Diskussion gar nicht auszumalen, wenn in Deutschland die Schulen bestreikt werden", meint der BBB-Chef. Deshalb gehören Lehrer aus gutem Grund dem Berufsbeamtentum an, dem das Streikrecht versagt ist.

"In die Hände der Lehrer geben wir unsere Kinder und die Zukunft unseres Landes. Wir erwarten bestmögliche Arbeit unbeeinflusst von Karriereopportunismus", so Habermann. Diese Unabhängigkeit bietet allein der Beamtenstatus.

Gegen sinnvolle Reformen habe niemand etwas einzuwenden, meint der Vorsitzende, " aber dieser Vorschlag ist unbrauchbar!" Das Beamtenverhältnis sei ein für die Schulen sinnvolles Geschäft auf Gegenseitigkeit. Den Beamten träfen besondere Treuepflichten, die ihn anhalten, alles ihm mögliche zu tun, um seine Aufgaben bestmöglich zu erfüllen. Demgegenüber stehe die Fürsorgepflicht des Dienstherrn, die es dem Beschäftigten erlaube, seinen Beruf in größtmöglicher Unabhängigkeit zu erfüllen. Etwas Ähnliches gebe es in privaten Arbeitsverhältnissen nicht. Auch das derzeitige Schulsystem sei trotz eines teilweise vorhandenen Überarbeitungsbedarfs so schlecht nicht. "Leider hat man hier einiges kaputt gespart."

Für eventuelle Nachfragen stehen zur Verfügung:
Anette Egle,  Mobil (01 79) 2 22 52 21
Rolf Habermann, Vorsitzender des Bayerischen Beamtenbundes e.V., Tel. (01 71) 2 31 89 08



















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