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Mit 67 in den Ruhestand? - Oder noch später?

BBB: Politik verkennt die Wirklichkeit!


"Die Politik darf die tatsächlichen Gegebenheiten nicht einfach übergehen", sagt BBB-Vorsitzender Rolf Habermann anlässlich der heutigen Expertenanhörung im Bundestag zum Ruhestand mit 67. Ein Großteil der Beschäftigten erreiche nicht mal die derzeitige Altersgrenze. Wichtiger sei es, einen flexiblen Übergang in den Ruhestand zu ermöglichen, als undifferenziert die Altersgrenze nach oben zu verschieben. "Wer körperlich schlicht nicht mehr in der Lage ist seine Arbeit zu verrichten, der wird auch durch noch so schöne Paragraphen nicht wieder einsatzfähig."

"Will man tatsächlich das Alterssicherungssystem auf dem Rücken der Schwachen sanieren?", fragt Habermann. Ohne sonstige flankierende Maßnahmen laufe das Ganze auf eine reine Kürzungsmaßnahme hinaus. "Wer aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage ist bis ins hohe Alter zu arbeiten, zahlt die Zeche", veranschaulicht der BBB-Chef.

Auch der BBB verkenne die Finanzierungsprobleme bei den Alterssicherungssystemen nicht, die sich durch den demographischen Wandel zunehmend verschärfen. Die Anhebung der Altersgrenze werde daran aber wenig ändern. "Wir brauchen keinen Bundeswirtschaftsminister, der die Betroffenen noch weiter verunsichert. Wir brauchen intelligente Lösungen und keine nach öffentlicher Anerkennung heischenden Schnellschüsse", kritisiert Habermann. "Wir brauchen Initiativen, um das tatsächliche Ruhestandsalter anzuheben!" Die Quote der vorzeitig Arbeits- und Dienstunfähigen sei immer noch viel zu hoch. Daran werde eine auf Papier verordnete höhere Altersgrenze nichts Wesentliches ändern.

Speziell im öffentlichen Dienst wäre es ein verantwortungsvoller Schritt, den Ruhestandseintritt zu flexibilisieren und gleichzeitig Sonderregelungen für besonders belastete Berufsgruppen zu schaffen. Habermann: "Wer länger arbeiten kann und will, dem muss das möglich sein, sofern alle Beteiligten dem zustimmen. Wer nicht so lange arbeiten kann, muss unter zumutbaren Bedingungen auch früher gehen können." Über neue Arbeitszeitmodelle oder Erleichterungen im Berufsalltag könnte ein gleitender Übergang in den Ruhestand ermöglicht werden.




Für eventuelle Nachfragen stehen zur Verfügung:
Anette Egle, Tel. (0 89) 55 25 88 - 10
Rolf Habermann, Vorsitzender des Bayerischen Beamtenbundes e.V., Tel. (01 71) 2 31 89 08



















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