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Mit 67 in den Ruhestand

BBB: Maßnahme greift am falschen Ende!


"Da wird das Pferd vom hinten aufgezäumt!", kommentiert Rolf Habermann, Vorsitzender des Bayerischen Beamtenbundes (BBB) die Pläne der großen Koalition das Rentenalter auf 67 anzuheben, die nach Aussage einer Sprecherin des Bundesinnenministeriums auch bald für Beamte droht. "Gesundheitliche Beeinträchtigungen, die zu Frühpensionierungen führen, werden sich nicht von Gesetzesvorschriften aufhalten lassen."

Der Beamtenbund habe auch auf Bundesebene einer Anhebung nie widersprochen - allerdings nur unter sozialverträglichen Voraussetzungen. Unbedingt vorrangig ist es aber aus Sicht des Beamtenbundes Initiativen zu ergreifen, das tatsächliche durchschnittliche Ruhestandseintrittsalter anzuheben. "Ein Paragraph wird wenig nützen, wenn die Beschäftigten körperlich einfach nicht mehr in der Lage sind, weiter ihren Dienst zu verrichten", sagt Habermann.

Skeptisch sei man, was die "wirkungsgleiche Übertragung" des Vorhabens in den Beamtenbereich angehe. "Hier haben wir über Jahrzehnte hinweg schlechte Erfahrungen gemacht!" Systemimmanente Besonderheiten des Beamtenrechts werden schlichtweg missachtet. Teilweise wurden Kürzungen im Rentenbereich wieder rückgängig gemacht, die für Beamte dank einer wirkungsgleichen Übertragung auch heute noch gelten (Blüm´sche Rentenreform / VersorgungsreformG ´98).

Gerade im öffentlichen Dienst, wo zunehmend Stellen eingespart werden, würde die Anhebung der Altersgrenze auch zu einer Überalterung führen. Es stünden dann einfach keine Stellen für den Nachwuchs zur Verfügung. Damit blieben Innovation und auch Bürgernähe auf der Strecke.




Für eventuelle Nachfragen stehen zur Verfügung:
Anette Egle, Tel. (0 89) 55 25 88 - 10; Mobil (01 79) 2 22 52 21
Rolf Habermann, Vorsitzender des Bayerischen Beamtenbundes e.V., Tel. (01 71) 2 31 89 08



















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