BBB: Rürup-Pläne sind nichts als Effekthascherei!
"Wer immer in Zeiten knapper öffentlicher Kassen auf sich aufmerksam machen will, schlägt drastische Einsparungen bei den Beamtenpensionen vor", kommentiert Rolf Habermann, Vorsitzender des Bayerischen Beamtenbundes (BBB) den Vorschlag Rürups die Beamtenpensionen um ein Sechstel zu kürzen. "In erster Linie geht es dabei um Effekthascherei", so der BBB-Chef.
Ernst gemeint könne der Vorschlag gar nicht sein, meint Habermann. Denn die Versorgung der Beamtinnen und Beamten sei in den letzten Jahren prozentual um ein Vielfaches stärker abgesenkt worden, als dies bei den Renten der Fall sei. Dabei sei in keiner Weise einzusehen, warum die Haushaltslöcher ausschließlich von den Beschäftigten im öffentlichen Dienst gestopft werden sollen. Diese hätten sie ja nun mal nicht fabriziert.
Wenn man als Argument für die Forderung nach weiteren Kürzungen die Einkommensunterschiede heranziehe, so sei dies, als ob man Äpfel mit Birnen vergleichen wolle. Die Beamtenversorgung ist auf die Vollversorgung ausgerichtet. Sie enthält Elemente einer betrieblichen Altersvorsorge. Dagegen ist die Rente lediglich als Grundsicherung angelegt.
Für eventuelle Nachfragen stehen zur Verfügung:
Anette Egle, Tel. (0 89) 55 25 88 - 10; Mobil (01 79) 2 22 52 21
Rolf Habermann, Vorsitzender des Bayerischen Beamtenbundes e.V., Tel. (01 71) 2 31 89 08