Wildbad Kreuth: BBB-Protestspalier
BBB fordert verantwortungsbewusstes Handeln
„Sorgen Sie dafür, dass es zu sachgerechten und ausgereiften Entscheidungen kommt. Werden Sie Ihrer Verantwortung als Volksvertreter gerecht“, forderte Rolf Habermann, der Vorsitzende des Bayerischen Beamtenbundes (BBB) in Wildbad Kreuth von den angereisten CSU-Landtagsabgeordneten. Um die Abgeordneten zu empfangen, die zu ihrer alljährlichen Klausurtagung anreisten, hatten heute alle 54 Einzelverbände des BBB Repräsentanten ihrer insgesamt 200.000 Einzelmitglieder nach Wildbad Kreuth entsandt.
„Wir erwarten von der CSU-Landtagsfraktion, dass sie dem überstürzten Vorhaben der Staatsregierung Einhalt gebietet“, so der BBB-Chef. „Unsere Kolleginnen und Kollegen aus allen Bereichen des öffentlichen Dienstes sind nicht mehr gewillt weitere Bezügekürzungen - offensichtliche oder kaschierte - hinzunehmen. Wer Loyalität in Anspruch nimmt, muss Gerechtigkeit und Fairness walten lassen.“
Daran mangelt es der Bayerischen Staatsregierung derzeit nach Meinung des Bayerischen Beamtenbundes.
„Wir fühlen uns getäuscht, verprellt und überfahren“, so Habermann. „Der Wortbruch des Ministerpräsidenten, der vor der Wahl eine Arbeitszeitverlängerung ausdrücklich ausgeschlossen hat und sie jetzt rücksichtslos propagiert, hat Lunte an ein Pulverfass gelegt.“ Dass nun ohne jede Abstimmung mit den Betroffenen eine Verwaltungsreform nach dem Rasenmäherprinzip einseitig verfügt werde und wichtige und bewährte Verwaltungsstrukturen einem blinden Aktionismus geopfert werden, wirke als zusätzlicher Brandbeschleuniger.
Es liege nun an der CSU-Fraktion, die Staatsregierung auf den richtigen Weg zu bringen. Eine erfolgreiche Verwaltungsreform könne nur mit motivierten Beschäftigen zustande kommen, die in die Entscheidungsprozesse mit einbezogen werden.
Für eventuelle Nachfragen stehen zur Verfügung:
Anette Egle, Tel. (0 89) 55 25 88 - 10; Mobil (01 79) 2 22 52 21
Rolf Habermann, Vorsitzender des Bayerischen Beamtenbundes e.V., Tel. (01 71) 2 31 89 08