Weniger Frühpensionierungen bei bayerischen Beamten
BBB: Das ist auch ein Verdienst der Altersteilzeit - Die Altersteilzeit darf 2009 nicht auslaufen!
„Die Altersteilzeit muss es auch nach 2009 noch geben“, verlangt Rolf Habermann, Vorsitzender des Bayerischen Beamtenbundes (BBB). In einer Pressemitteilung vom heutigen Tag freut sich Finanzminister Erwin Huber, dass die Zahl der Frühpensionierungen bei bayerischen Beamten seit dem Jahr 2000 stark zurückgegangen ist. „Das ist auch eine positive Begleiterscheinung der Mitte 1999 eingeführten Altersteilzeit“, stellt Rolf Habermann klar. Dieses – bis Ende 2009 befristete – Institut dürfe nach dem nächsten Jahr nicht auslaufen.
Beamte, die nach Inanspruchnahme der Altersteilzeit in den Ruhestand treten, tauchen in den vom Finanzministerium angeführten Statistiken in der Rubrik der regulären Ruhestandseintritte auf. Die betroffenen Beamtinnen und Beamten arbeiten jedoch die letzten Jahre vor dem Übergang in den Ruhestand nur die Hälfte ihrer regulären Arbeitszeit.
Beamten, die am Ende ihres Berufslebens gesundheitlich angeschlagen sind, bietet die Altersteilzeit eine gangbare Alternative gegenüber dem völligen Ausscheiden aus dem Berufsleben und einem vorzeitigen Ruhestand. „Die Altersteilzeit ist ein unersetzliches Instrument bei der Anhebung des tatsächlichen durchschnittlichen Ruhestandsalters“, meint Habermann. Dieses liege, wie auch das Finanzministerium ausführe, immer noch weit unter der Regelaltersgrenze von 65 Jahren. „Wir halten sie für unverzichtbar!“, betont der BBB-Chef.
Mit einer Verlängerung der Regelung müssten aber auch die derzeit bestehenden Schwachstellen beseitigt werden. So sei sicherzustellen, dass ausreichend qualifiziertes Personal zur Erledigung der durch Altersteilzeit frei werdenden Aufgaben zur Verfügung stehe, verlangt Habermann.