Tag des öffentlichen Dienstes am 23. Juni 2008Es ist Zeit für einen neuen Blick auf den öffentlichen Dienst!„Es würde mich freuen, wenn die Bürgerinnen und Bürger diesen Tag zum Anlass nehmen, ihre Einstellung zum öffentlichen Dienst zu überdenken“, äußert sich Rolf Habermann, Vorsitzender des Bayerischen Beamtenbundes (BBB) zum „Tag des öffentlichen Dienstes“ am 23. Juni 2008. „Es ist an der Zeit, mit den althergebrachten Vorurteilen aufzuräumen“, fordert Habermann. Die bayerischen Beamtinnen und Beamten ebenso wie die Angestellten der öffentlichen Verwaltung leisten trotz zunehmend erschwerter Bedingungen hervorragende – auch international anerkannte – Arbeit. Mit der anstehenden Neuregelung des bayerischen Dienstrechts tritt das Berufsbeamtentum in eine neue Ära ein. „Wir hoffen, dass uns diejenigen, die von den Leistungen der öffentlichen Verwaltung profitieren, auf diesem Weg begleiten“, so der BBB-Chef.
Dass die Arbeitsbelastung im öffentlichen Dienst zunehmend steigt, zeigen auch die am Freitag veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamts. Danach ist die Zahl der Beschäftigten auch im Jahr 2007 – wie schon in den Vorjahren – weiter gesunken. Ein entsprechender Aufgabenrückgang war damit nicht verbunden.
Mit dem Personalrückgang ging in den letzten Jahrzehnten ein stetiges Kürzungsprogramm einher. Es wurden Leistungen gestrichen, Ansprüche reduziert und Fortkommenschancen eingeschränkt. Gleichwohl ist es dem öffentlichen Dienst gelungen, seine Aufgabe im demokratischen Rechts- und Sozialstaat effektiv und leistungsstark zu erfüllen. „Obwohl sowohl die Politik als auch die stete Anerkennung aus dem Ausland ein durchweg positives Bild des deutschen öffentlichen Dienstes zeichnen, scheint dieses in den Köpfen vieler Bürgerinnen und Bürger noch nicht angekommen zu sein. Ich vertraue aber darauf, dass sich das ändern wird“, betont Habermann.
In Bayern wird derzeit ein neues Dienstrecht geschaffen. Der BBB begleitet diese Neugestaltung aktiv und bringt das in seinen 54 Mitgliedsverbänden gebündelte Fachwissen ein. Habermann: „Ziel wird es sein, den öffentlichen Dienst mit seinem derzeitigen Potential in einen neuen Zeitabschnitt zu begleiten. Flexibilität muss verstärkt und Leistungsbereitschaft stärker belohnt werden. Nur so wird der öffentliche Dienst in der Lage sein, auf Dauer auf die sich ständig ändernden gesellschaftlichen Anforderungen zu reagieren.“
Der Bayerische Staatsminister der Finanzen Erwin Huber habe mit der Ankündigung, im Rahmen der kommenden Legislaturperiode des Landtags rund 240 Millionen Euro in das Projekt zu investieren, sowie schon im Doppelhaushalt 2009/2010 mehr als 10.000 zusätzlichen Beförderungsmöglichkeiten für alle Beamtinnen und Beamten zu schaffen, bereits gezeigt, dass ein neuer Weg eingeschlagen werden soll. Damit werden die äußeren Voraussetzungen für einen guten Start in die Reform geschaffen“, freut sich der BBB-Chef. Er hoffe, dass auch diejenigen, die bisher noch am öffentlichen Dienst zweifeln, bald ein anderes Bild haben werden.
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