Tag des öffentlichen Dienstes am 23. Juni 2007
Es ist Zeit für einen neuen Blick auf den öffentlichen Dienst
"Es würde mich freuen, wenn die Bürgerinnen und Bürger den morgigen Tag zum Anlass nehmen, ihre Einstellung zum öffentlichen Dienst zu überdenken", teilte Rolf Habermann, Vorsitzender des Bayerischen Beamtenbundes (BBB) anlässlich des morgigen "Tages des öffentlichen Dienstes" mit. "Es ist an der Zeit, mit den althergebrachten Vorurteilen aufzuräumen", fordert Habermann. Die bayerischen Beamtinnen und Beamten ebenso wie die Angestellten der öffentlichen Verwaltung leisten trotz zunehmend erschwerter Bedingungen hervorragende - auch international anerkannte - Arbeit. Mit der anstehenden bayerischen Dienstrechtsreform tritt das Berufsbeamtentum in eine neue Ära ein. "Wir hoffen, dass uns diejenigen, die von den Leistungen der öffentlichen Verwaltung profitieren, auf diesem Weg begleiten", so der BBB-Chef.
Seit Jahrzehnten unterliege der öffentliche Dienst ständigen Kürzungen. Es wurden Leistungen gestrichen, Ansprüche reduziert, Fortkommenschancen verringert und Personal abgebaut. Gleichwohl ist es dem öffentlichen Dienst gelungen, seine Aufgabe im demokratischen Rechts- und Sozialstaat effektiv und leistungsstark zu erfüllen. "Obwohl sowohl die Politik als auch die stete Anerkennung aus dem Ausland ein durchweg positives Bild des deutschen öffentlichen Dienstes zeichnen, scheint dieses in den Köpfen vieler Bürgerinnen und Bürger noch nicht angekommen zu sein. Ich vertraue aber darauf, dass sich das ändern wird", betont Habermann.
Nachdem im Zuge der Föderalismusreform die Kompetenzen für die Regelung der Beamtenverhältnisse in weiten Teilen vom Bund auf die Länder übergegangen sind, wird in Bayern derzeit ein neues Dienstrecht erarbeitet. Der BBB begleitet diese Neugestaltung aktiv und bringt das in seinen 54 Mitgliedsverbänden gebündelte Fachwissen ein. Habermann: "Ziel wird es sein, den öffentlichen Dienst mit seinem derzeitigen Potential in einen neuen Zeitabschnitt zu begleiten. Flexibilität muss verstärkt und Leistungsbereitschaft stärker belohnt werden. Nur so wird der öffentliche Dienst in der Lage sein, auf Dauer auf die sich ständig ändernden gesellschaftlichen Anforderungen zu reagieren."
Die Staatsregierung habe mit der Ankündigung einer 3%igen Besoldungserhöhung bereits gezeigt, dass ein neuer Weg eingeschlagen werden soll. "Wir hoffen, dass sich dem auch diejenigen anschließen, die bisher noch am öffentlichen Dienst zweifeln", betont der BBB-Vorsitzende.
Für eventuelle Nachfragen stehen zur Verfügung:
Anette Egle, Tel. (0 89) 55 25 88 - 10
Rolf Habermann, Vorsitzender des Bayerischen Beamtenbundes e.V., Tel. (01 71) 2 31 89 08